Jahreshauptversammlung 2017

Jahreshauptversammlung 2017

Bestens aufgestellt

„Verein zur Förderung der Popkultur“ wählt neuen Vorstand und tritt für mehr Geschlechtergleichheit ein.

Auf seiner Jahreshauptversammlung hat der „Verein zur Förderung der Popkultur“ am gestrigen Mittwoch in Berlin einen neuen Vorstand gewählt und sich einstimmig für eine sogenannte Frauenquote als Grundlage für die künftige Besetzung seines Vorstands entschieden. Der „Verein zur Förderung der Popkultur“ richtet den Musikpreis „Preis für Popkultur“ aus.

Berlin, 16.03.2017. Am gestrigen Mittwoch, dem 15.03.2017, haben sich über 100 anwesende Mitglieder des insgesamt über 500 Mitglieder zählenden „Vereins zur Förderung der Popkultur e.V.“ zur Jahreshauptversammlung zusammengefunden, um u.a. einen neuen Vorstand zu wählen. Die Mitgliederversammlung ist das wichtigste Gremium des vor zwei Jahren gegründeten Vereins, dessen zentrale Tätigkeit in der Ausrichtung des neu geschaffenen Jury-Musikpreises „Preis für Popkultur“ besteht.

Neben verschiedenen anderen Tagesordnungspunkten entschied sich das Gremium am Mittwoch einstimmig für eine sogenannte Frauenquote als verpflichtende Vorgabe für die Besetzung des künftigen Vorstandes. Jener solle das Geschlechterverhältnis in der Struktur der Mitglieder eins zu eins spiegeln, was bei den aktuell weit über 500 Mitgliedern einem Frauenanteil von 30 Prozent entspricht. „Vom ersten Tag an galt unser Bestreben nicht zuletzt einer zeitgemäßen Erneuerung der Branche auf vielen Ebenen“, so die neugewählte Vorsitzende des Vereins, Anne Haffmans. „Insbesondere im Feld der Geschlechtergleichheit wird noch zu wenig getan in der deutschen Musikwirtschaft, da können und müssen wir besser werden. Als wir den ‚Preis für Popkultur’ ins Leben gerufen haben, mussten wir uns zunächst auf die bestehenden Verhältnisse einstellen. Diese zu modernisieren wird uns weiterhin ein wichtiges Anliegen sein.“

Im Verlauf der anschließenden Wahl wurde die Quote gewissermaßen übererfüllt: So gehören dem neuen, insgesamt samt Beisitzer neunköpfigen Vorstand des „Vereins zur Förderung der Popkultur“ nunmehr vier Frauen an. Neben Haffmans (Domino Records) wurden außerdem unter anderem Julia Ramonat (Beat The Rich), Catharine Krämer (Gemeinsame Sache) sowie Tina Adams (Caroline Records / Universal) gewählt.

Im weiteren Verlauf der Wahl entschieden sich die insgesamt über 500 Mitglieder des Vereins – Abwesende konnten ihr Wahlrecht in Form eines oder einer Bevollmächtigten wahrnehmen – in insgesamt vier Wahlgängen für folgende weitere Mitglieder des neuen Vereinsvorstands: Mark Löscher (EXIT Media, 2. Vorsitzender), Götz Gottschalk (u.a. Nesola, Kassenwart), Eric Landmann (u.a. Beatsteaks-MGMT), Ben Rodenberg (Gastpielreisen Rodenberg) und Torsten Groß (Freier Kulturjournalist). Ebenfalls gewählt wurde der alte und neue Kassenprüfer Dr. Harald Grams. Haffmans, Löscher, Gottschalk, Landmann und Groß gehörten bereits dem alten Vorstand an.

Der gemeinnützige „Verein zur Förderung der Popkultur“ zeichnet seit 2016 besondere Leistungen im Feld der Popkultur aus. Zu diesem Anlass wurde der „Preis für Popkultur“ ins Leben gerufen, der erstmals im September 2016 im Berliner Tempodrom verliehen wurde. Neben zahlreichen weiteren Aufgaben unter anderem im Bereich der Nachwuchsförderung wird der Schwerpunkt der Aktivitäten des neuen Vorstands in der Ausrichtung der Preisverleihung liegen, die abermals für den September avisiert ist.

Gegründet wurde der „Verein zur Förderung der Popkultur“ im Jahre 2014. Die Gründungsmitglieder Stephan Velten (check your head), Daniel Fiedler (ZDF Kultur Berlin), Willy Ehmann (Sony Music Germany) sowie Beat Gottwald (Beat The Rich, Landstreicher Booking) hatten sich nicht wieder zur Wahl gestellt, stehen dem Verein aber weiterhin beratend zur Verfügung. Der fünfköpfige Vorstand ist laut Satzung für drei Jahre im Amt, die vier Beisitzer amtieren ein Jahr. Die Neuwahl war nötig geworden, nachdem der ursprüngliche Vorstand eine Legitimation des wichtigsten Vereinsgremiums, der Jahreshauptversammlung der insgesamt über 500 Mitglieder, als wesentliche Voraussetzung für die Legitimation seiner Arbeit erklärt hatte.

Stetige Fluktuation in der Besetzung der Gremien sei ein wichtiges Ziel des „Vereins zur Förderung der Popkultur“, wie der zweite Vorsitzende Mark Löscher erklärte: „Nicht zuletzt um Verkrustungen und ein Übermaß an Routine zu vermeiden, ist es unser erklärtes Anliegen, insbesondere in einer so progressiven Branche wie der Musikwirtschaft immer wieder auch die Entscheider von morgen an den Verein zu binden. Der richtige Mix aus Erfahrung und Innovation ist auf lange Sicht unerlässlich für die Durchsetzung der Vereinsziele“, so Löscher weiter.

Zur Versammlung im Berliner Tempodrom waren weit über hundert Mitglieder des „Vereins zur Förderung der Popkultur“ erschienen. Die nächste Verleihung des „Preis für Popkultur“ findet im September 2017 abermals im Berliner Tempodrom statt.

Foto: Christoph Voy